Die Macht der Abwertung – CAL

7iebenmorgen person(al)entwicklung

Abwertung bedeutet meinen Gegenüber zu schrumpfen, ihn kleiner zu machen und so dem eigenen, subjektiv empfundenen Wert anzupassen.

Abwertung bedeutet Macht über andere zu erlangen, die selbst Zweifel an ihrem eigenen Wert hegen.

Abwertung bedeutet aber nicht nur andere zu demütigen, sondern insbesondere den persönlichen Kleingeist permanent zu bestätigen und sich selbst Schaden zuzufügen.

Abwertung wirkt zerstörerisch … insbesondere in uns selbst.

Wollen wir das wirklich?

Zu unser aller Schutz sind deshalb – im Sinne von CAL – folgende Fragen wichtig:

  • In welcher Verfassung ist mein persönlicher Selbstwert?
  • Wie reagiere ich spontan auf Unbekanntes?
  • Verfalle ich der Abwertung?
  • Wie reagiere ich in Situationen und nach Begegnungen?
  • Suche ich das Negative?
  • Wie reagiere ich auf unangemessene Kritik?
  • Versuche ich trotzdem die Erwartungen zu erfüllen?
  • Was tue ich bei unfairen Schuldzuweisungen?
  • Machen sie mich klein?
  • Wie gehe ich mit Leuten um, die respektlos agieren?
  • Akzeptiere ich ihr Tun?
  • Versuche ich mich mit ihnen zu…

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Die Macht der Abwertung – CAL

Abwertung bedeutet meinen Gegenüber zu schrumpfen, ihn kleiner zu machen und so dem eigenen, subjektiv empfundenen Wert anzupassen.

Abwertung bedeutet Macht über andere zu erlangen, die selbst Zweifel an ihrem eigenen Wert hegen.

Abwertung bedeutet aber nicht nur andere zu demütigen, sondern insbesondere den persönlichen Kleingeist permanent zu bestätigen und sich selbst Schaden zuzufügen.

Abwertung wirkt zerstörerisch … insbesondere in uns selbst.

Wollen wir das wirklich?

Zu unser aller Schutz sind deshalb – im Sinne von CAL – folgende Fragen wichtig:

  • In welcher Verfassung ist mein persönlicher Selbstwert?
  • Wie reagiere ich spontan auf Unbekanntes?
  • Verfalle ich der Abwertung?
  • Wie reagiere ich in Situationen und nach Begegnungen?
  • Suche ich das Negative?
  • Wie reagiere ich auf unangemessene Kritik?
  • Versuche ich trotzdem die Erwartungen zu erfüllen?
  • Was tue ich bei unfairen Schuldzuweisungen?
  • Machen sie mich klein?
  • Wie gehe ich mit Leuten um, die respektlos agieren?
  • Akzeptiere ich ihr Tun?
  • Versuche ich mich mit ihnen zu verbünden?
  • Wie „anständig“ bin ich im Umgang mit anderen?
  • Welche Bedeutung hat der Wert „Anständigkeit“ für mich?

 

Ein gesunder Selbstwert …

  • lässt uns offen und freundlich, Situationen und Personen begegnen.
  • lässt sich auf unterschiedliche Perspektiven ein.
  • achtet die Grenzen anderer und bietet Unterstützung an.
  • achtet seine eigenen Grenzen.
  • setzt den Energiefressern Grenzen.
  • erkennt die Abwertung.
  • begegnet der Abwertung mit Fragen und Offenheit.
  • lässt Abwertung zu gegebener Zeit an sich abprallen.
  • schränkt somit die Macht der Abwertung ein.
  • sorgt für Stabilität, innere Stärke und Schutz.
  • ist das Fundament unserer Sinn-suchenden Identität.

 

 

Annahmen sind keine Fakten

Menschen treffen Aussagen, Entscheidungen, verhalten sich auf der Grundlage ihrer Annahmen. Das betrifft, die Annahme jemanden zu kennen, eine Situation einschätzen, Kompetenzen bewerten zu können. … Die Annahme eines einzelnen ist der Glaube zu wissen. Die Psychologie denkt, dass Annahmen basierte Kommunikation mehr über den Sender als über den Empfänger aussagt d.h. Annahmen sagen mehr über den Betroffenen selbst als über seine Umwelt aus.

Annahmen sind bequem. Annahmen geben Antworten auf unklare Situationen, Probleme und Herausforderungen. Sie entwickeln sich aus uns, sind zeitsparend und benötigen meistens einen einfachen Impuls. Annahmen werden oft mit Intuition, dem  Bauchgefühl, gleichgesetzt. Eine Annahme braucht keine Auseinandersetzung. Sie beruhigt die Angst und beschützt vor Schmerz.

Spricht man von Wissen, meint man im günstigsten Fall Fakten, objektive Tatsachen, Übereinstimmungen vieler und bestätigte Aussagen. Wissen wird gemeinhin sehr geschätzt, ist gegenwärtig volatil und hochkomplex. Innerhalb der durch technische und gesellschaftliche Veränderungen unüberschaubaren Umwelten ist es für den Einzelnen nur noch möglich, Aussagen und Entscheidungen größtenteils Annahmen basiert zu treffen, Verhalten zunehmend dem Glauben hinzugeben. Will man Fakten basierend agieren, so ist es unumgänglich gemeinsam Wissen zu generieren oder auszutauschen. Nicht umsonst hat das Team, ob agil oder als Set, Hochkonjunktur. Nicht umsonst spielen soziale Kompetenzen eine entscheidende Rolle und nicht umsonst ist die Führungskraft, wie wir sie heute kennen, ein Auslaufmodell.

Die Kritische Theorie liefert uns die Theorie zur Auseinandersetzung, zur Differenzierung von Fakten und Annahmen. In der Praxis üben wir das mit Fragen stellen, aktivem Zuhören, Perspektivenwechsel oder Feedback und stärken dadurch unsere soziale Kompetenz. Die Kritische Theorie hält uns den Spiegel vor und bezieht die Gesellschaft, die Gemeinschaft mit ein. Die soziale Kompetenz macht es möglich sich in einer volatilen, hochkomplexen Welt zurecht zu finden.

In den meisten Fällen werden Entscheidungen nie rein Fakten oder nie rein Annahmen basiert getroffen. Das ist kein Problem, solange die Beteiligten differenzieren und bewusst Fakten von den Annahmen trennen. Werden beide unbewusst miteinander vertauscht oder entsprechen die Annahmen nicht den Fakten, kann das zu sehr unangenehmen Situationen führen und Konflikte vorprogrammieren. Das passiert tagtäglich und wäre einfach zu vermeiden.

Die unbewusste Verwechslung von Annahmen und Fakten bringt aber nicht nur Nachteile mit sich. Gut fundiert oder auch nicht, durch Erfahrungen ergänzt, resultierend in Automatismen hilft sie jedem Einzelnen Komplexität zu reduzieren d.h. wir treffen viele Entscheidungen, in unterschiedlicher Qualität, rasend schnell. Wir treffen persönliche Entscheidungen ohne vorher neues Wissen anzuhäufen – rein subjektiv – und lassen dabei die Objektivität meistens guten Gewissens außen vor. Die Grundlage hierfür ist Wissen erworben durch Lernen in all seinen Facetten, nur manchmal nicht mehr der Situation entsprechend.

 

 

Wissen verdauen.

Inspiriert durch einen Beitrag, den ich heute Morgen auf Twitter gelesen habe, geht es im nachfolgenden Artikel um ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt.

Chancengleichheit oder wie in diesem Fall: Ich will eine gute Note.

Wie wir alle wissen, hat nicht jedes Kind von Beginn an die gleichen Chancen. Ab und zu macht mich das wütend. Es gibt die unterschiedlichsten Gründe dafür.

Der Beitrag auf Twitter von managerseminare.de lautete: „Der häufigste Fehler der Wissensvermittlung ist, dass man sie als solche betrachtet: Wissen wird vermittelt. Doch das geht nicht. Denn Wissen entsteht erst, wenn man selbstständig die dargebotenen Informationen verdaut. Deshalb kann man nur den halben Weg gehen: Mit interessanten Informationen und Fragen Menschen dazu bringen, die andere Hälfte des Weges zu gehen und die Inhalte zu verdauen.“ (Henning Beck, Neurowissenschaftler)

Dieser Mann weiß, wovon er spricht.

Die Neurowissenschaftler beschäftigen sich seit sehr langer Zeit intensiv mit dem Thema Lernen … es gibt ein wunderbares Buch dazu von Eric Kandel.

Ein persönliches Beispiel: Ein Junge aus unserem Bekanntenkreis, Grundschule, sollte für einen Test in Relegion u.a. die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Judentum und Christentum lernen. Ein sehr wichtiges und insbesondere aktuelles Thema, wie ich finde. Ich unterhielt mich mit dem Jungen und meinte: „Wow, das ist bestimmt interessant?“ Er erwiderte: „Nein, ich finde das total langweilig.“ Berufliche Neugier ließ mich nicht locker lassen und wir unterhielten uns weiter über die Gemeinsamkeiten beider Religionen. Er zählte die Begriffe – sichtlich stolz – auf und erwähnte dabei die zehn Gebote. Meine Frage daraufhin: „Weißt Du eigentlich, wie die 10 Gebote lauten?“ „Nein, die Lehrerin meint, die Begriffe reichen, wenn wir sie auswenig können.“

Mag man nun dem Jungen Glauben schenken, der Lehrerin einen Vorwurf machen, den Jungen als Schwindler abtun, den Inhalt nicht so wichtig nehmen … das „Warum“ spielt in meinen Betrachtungen absolut keine Rolle. Tatsache ist: Kinder lernen Begriffe, mit denen sie aus ihrer Sicht zunächst absolut nichts anzufangen wissen und wir wundern uns darüber, dass sie dazu keine Lust haben oder wir finden das völlig „normal“. Tatsächlich ist diese Art des Lernens absolut für die Katz d.h. nicht nachhaltig … aber das finden wir mittlerweile auch völlig normal. Schule ist halt nichts fürs Leben, lediglich für den Abschluss, das Leben kommt danach … so is es halt.

Die Geschichte ist noch nicht zu Ende.

Es gibt Eltern, die geben sich mit dieser Situation zufrieden. Das ist kein Vorwurf. Es gibt Eltern, die nicht im Luxus schwelgen, permanent ihre Kinder unterstützen oder unterstützen lassen. Sie arbeiten, malochen oder sind mit ihrer eigenen Entwicklung beschäftigt. Gemeinhin gelten sie als unterpriviligiert, nicht dem soz.öko. Status entsprechend oder unreif. Die Kinder dieser Eltern lernen die Begriffe auswendig. Sie lernen Wörter und Sätze, aber keine Inhalte. Reicht das? Sollte es nicht in unser aller Interesse sein, dass Kinder in der Grundschule die 10 Gebote verinnerlichen? Das sage ich und ich bin, wie wahrscheinlich die meisten von uns, nur ein mäßiges Vorbild … die katholische Kirche betreffend.

UND. Es gibt Eltern, die diese Lücke der Wissensvermittlung erkennen und verändern wollen. Nach ungefähr 5 Minuten waren Bilder aus dem Internet zum Thema ausgedruckt, anschließend Witze darüber gemacht, eine kleine Anekdote dazu erzählt und der Junge hatte den Inhalt „verdaut“ und strahlte. Selbstverständlich ist es nicht mit allen Themen so einfach, ich weiß. Manche brauchen im Vorfeld mehr Zeit, Organisation und Struktur. ABER: Lernen kann und will jedes Kind oder wie Gerald Hüther sagt: jedes Kind ist hochbegabt.

Geht es mir darum, dass wir leistungsstarke, total elitäre Eliten schaffen? NEIN: Darum geht es mir nicht. Wir wollen doch, dass unsere Kinder alle die gleiche Chance erhalten. Das sollte die Grundschule erfüllen. Es geht um die gleichwertige Grundlage: Lesen, Rechnen, Schreiben etc., eine Verinnerlichung der Grundwerte unserer Gesellschaft und die Voraussetzung selbstbestimmt und entspannt den weiteren Weg gemeinsam mit den Eltern beschreiten zu können. Das Ziel sollte nicht eine „Dreiteilung“ der Anzahl der Kinder sein, sondern eine Basis für weitere Entscheidungen. Dazu braucht es Wissen „Ja“ UND Methode, das „WIE“ ist entscheidend, dann das „WAS“. Dazu gehört es selbstverständlich auch, dass man den jeweiligen Entwicklungsstand des Kindes berücksichtigt. Dazu müssen wir lernen, den Kindern zu vertrauen, ihnen zuzutrauen, dass sie es schaffen nach und nach Verantwortung zu übernehmen. Das war und kann Action Learning. Reflexion und Aktion … mehr is es nicht.

Für alle Kinder spielen Noten ab einem gewissen Zeitpunkt eine sehr wichtige Rolle. Manch einer zerbricht daran … das macht mich traurig UND wütend. Das muss aufhören.

 

 

 

Action Learning – Orientierungshilfe

7iebenmorgen person(al)entwicklung

Action Learning eignet sich also für „Problems“ und nicht für „Puzzles“. Es eignet sich für Themen, die scheinbar keine Lösung haben. Themen, die von einer hohen Komplexität und Unsicherheit geprägt sind.

Eine weitere und differenziertere Einteilung der Themen aus dem Unternehmensalltag bietet Keith Grint. Diese Einteilung ist sehr gut für Praktiker geeignet um  zu überprüfen, ob Action Learning eine geeignete Alternative darstellen könnte.

Grint nennt als Hauptmerkmale der Probleme die Begriffe critical, tame und wicked (s. auch Rittel & Webber, 1973). Themen, Probleme, Herausforderungen die als „critical“ bezeichnet werden, sind schnellstmöglich zu lösen, bedürfen einer konkreten und klaren Anweisung und müssen zeitnah gelöst werden. Bei Ausbruch eines Feuers in einem Betrieb oder einem Verwaltungsgebäude würde es demnach keinen Sinn machen, sich zunächst in einem Stuhlkreis zu versammeln, um für die weitere Vorgehensweise einen Kompromiss zu  erzielen. Hier bedarf es einer schnellen und professionellen Anweisung.

Für „tame“ Probleme existieren bereits Lösungen. Lösungen, die rationalen…

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